Brasilien gegen Kroatien 3:1

  • Brasilien wird Weltmeister. Sagen so gut wie alle. Auch in der Umfrage der NY Times weichen nur die Fans aus Argentinien (aus Prinzip), Spanien (aus Erfahrung) und USA (aus Unwissenheit) von der Einheitsmeinung ab. Ein amüsanter Artikel, in dem u.a. ausgeführt wird, dass die Franzosen knapp hinter ihrer ehemaligen Kolonie vornehmlich sich selbst hassen, die Argentinier den Falklandkrieg noch nicht ganz verdaut haben, die Griechen uns leiden sehen wollen, die Amis eh nur sich und die Russen kennen und wir … Moment… Iran und Honduras nicht mögen??? England, gerne. Holland, na klar. Spanien, verständlich. Italien sowieso, aber Honduras? Hondurashasser mögen sich mir bitte in den Kommentaren schlüssig erklären.
  • Bisher war es fast immer so, dass die großen Fußballnationen zuhause auch den Titel geholt haben: Uruguay, Italien, England, Deutschland, Argentinien, Frankreich. Es könnte also langweilig werden. Das sich gegenseitig ausgleichende Ausnahmenpaar bildet Italien 1990 (Deutschland) und Deutschland 2006 (Italien). Die danach noch übrig bleibende Abweichung: Brasilien 1950 mit den Urus als Gewinner. Darüber machen die Sambatänzer jetzt noch nach 64 Jahren einen Riesenbohei. Wären sie clever gewesen, hätten sie heuer einfach die südlichen Nachbarn den teuren Kram veranstalten lassen: garantierte wirtschaftliche Destabilisierung durch die FIFA, Ruhe zuhause und sich schön gelockert für die Schmach von 1950 rächen. Aber auf mich hört ja keiner.
  • Bei den Kroaten fehlt gesperrterdings der aus der Bundesliga bekannte Josip Simunic, weil er den sogenannten „kroatischen Gruß“ gezeigt hat. Ich stellte mir – basierend auf meinen Erfahrungen mit kroatischen Turnierspielen –  darunter vor, mit ausgestrecktem Bein Richtung Sprunggelenk zu fliegen, gleichzeitig einen Böller zu zünden und die Nationalhymne zu singen. Aber weit gefehlt! Ist irgendein faschistischer Scheißndreck. Man muss nicht schlau sein, um gut kicken zu gönnen, aber die öffentliche Zurschaustellung schmerzender Dummheit auf dem Fußballplatz braucht doch auch keiner.
  • Muss man wen kennen von den Burschen? Oh ja, viele. Allein aus der Bundesliga tummeln sich hüben Luiz Gustavo und Dante (wohl eher ersatzweise am ComBinho), und drüben Ivan Perisic, Ivica Olic, Milan Badelj und der heute gesperrte Mario Mandzukic (nach einer allerdings moralisch einwandfrei erspielten roten Karte). Es könnte angesichts der drei „Wölfe“ auf dem Platz also fast ein Betriebsfest des VfL Wolfsburg sein, wenn nicht die ganzen Zuschauer da wären. International bekannt und berühmt: Luka Modric (seit 2008 von allen Trainern als Supertechniker anhosiannat), Ivan Rakitic (ex-Schalker und danach wohl richtig gut geworden), Dani Alvez, Oscar, Hulk, Fred und Neymar (Merke: je weiter du in Brasilien vorne spielst, desto kürzer muss dein Name sein; insofern erwarte ich einiges von der Nummer 21, Jo).
  • Zur allgemeinen Belustigung tippe ich wieder. Für den Beginn habe ich eine Mehrwegwette am Start, konnte also auch bei einer Partie auf zwei Spielausgänge setzen. Heute Abend ruht mein Geld daher auf einem Sieg Brasiliens oder einem Unentschieden. Ich bin meinen Einsatz also nur los, wenn Kroatien gewinnt. Manche Menschen wollen für ihr Geld eben die Welt brennen sehen.

  • Je später der Abend, desto schöner das Eröffnungsspiel. Die Sensation blieb aus, den Kroaten hätte ich aber ein Unentschieden gegönnt und das schreibe ich nicht nur, weil ich dann meine Wettquote erhöht hätte. Nach dem 0:1 durch das erste brasilianische WM-Eigentor überhaupt wollte ich noch einen charmanten Erpresserbrief an die teilnehmenden Verbände aufsetzen, in dem ich mein Tippversagen gegen Zahlung einer hübschen Summe zu Geld machen wollte.
  • Die Kroaten über die Flanken brandgefährlich, vor allem der olle Olic mit einer Topleistung. Auch Rakitic sehr stark, von Modric sah ich wie schon seit drei Endrundenturnieren eher wenig. Liegt wahrscheinlich an mir. Auffällig: die Abwehr Brasiliens ist innerhalb von knapp 55 Minuten massiv im Wertungs-Ranking des ZDF abgerutscht. Vor Anpfiff noch Weltklasse mit international erfahrenen Beinen, um die alle Teams der Welt sie beneiden. Kurz nach der Pause allesamt mit Aussetzeranfälligkeitsattest von Béla Réthy.
  • Neymar mit schon zwei Toren, das erste perfekt neben den Innenpfosten gefrickelt, der Elfmeter allerdings… uiuiuiuiui. Ich kann gut verstehen, dass die Kroaten den japanischen Schiri bestürmten, er solle doch bitteschön die Torkamera zum Foul befragen. Aber so läuft es halt nicht. Den Fred kann ich ehrlich gesagt jetzt nicht mehr so recht leiden. Peinliches Hinabschwalben in den Acker und dann noch dem lieben Herrgott danken. Unschön. Das müsste der Fußballgott eigentlich nachträglich irgendwann im Laufe des Turniers sanktionieren.
  • Die Brasilianer bis zum unverdienten Führungstreffer schön, im Endeffekt aber so sinnlos wie die von einem Deosprayhersteller angebotenen Klebebildchen der Spielerfrauen. Die Kroaten in den letzten Minuten mit herrlich Dampf im Fuß, spielten die gegnerische Abwehr in Einzelteile, wurden allerdings nicht belohnt. Der Konter zum Endstand durch Oscar wusste als Abschluss optisch und technisch zu gefallen.

Tore:
0:1 Marcelo (11., Eigentor)
1:1 Neymar (29.)
2:1 Neymar (71., Foulelfmeter)
3:1 Oscar (90.)

 

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Anstoß: 11. Juni 2014

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Das unfassbar kompetenzfreie WM-Tagebuch geht im Laufe des 11. Juni wieder auf Sendung. Ich habe bereits exakt einen Kevin Großkreutz-Witz ersonnen und denke, dass ich damit in verschiedenen Varianten die kommenden 50-60 Spieltagsbeiträge werde füllen können.

Was sich wahrscheinlich ändern wird bzw. schon geändert hat:

  • Auf Facebook und Twitter gibt es nur noch die Links auf die Beiträge, sobald ich die entsprechenden Texte auf die Menschheit losgelassen habe. Wer flattrn will, ist weiterhin herzlich eingeladen und mir ein noch lieberer Mitgenosse als der Verteidiger, der Cristiano Ronaldo bei der WM zum Weinen bringt.
  • Die Nachberichte werden kürzer ausfallen und auch manchmal erst tags darauf erscheinen. Erstens wegen des Zeitunterschieds, zweitens wegen Zeitmangels und drittens weil die Jungs von 11 Freunde mit ihrem Liveticker fantastische Arbeit leisten, der ich sehr oft wenig bis kaum etwas hinzuzufügen habe.
  • Hier drin ist alles frisch eingerichtet, der Font so groß und übersichtlich, dass ich hoffentlich alle reingerutschten Fehlerchen beim Lektorat selber ausfindig und ihnen den Garaus machen kann. Die von vielen als altmodisch empfundene Blogroll ist aktualisiert und wer die Existenz dieses bescheidenen Tagebuchs an alle klickbereiten Freunde, Kollegen, Zuckerbergs, Twitterer oder Fußballfans vom Ballschmeichler bis zum Knochentreter verbreitet, landet mit ziemlicher Sicherheit dort unter devoter Nennung seiner Webpräsenz.

Der erste Tagebucheintrag wird sich mit vorsorglich in die allgemeine Stimmung implantierten Anzeichen des deutschen Scheiterns beschäftigen. Und Jogi, Franz und Mario Götze hören sich Kandidaten für den offiziellen deutschen WM-Song an. Es bleibt also mit Sicherheit kompetenzfrei. Wie es schon schöne Tradition ist, werden die ersten Auszüge vorab auf erdgeschossrechts.de zu lesen sein, der Heimstatt und Kampfbahn des unbestritten druckbetankungstechnisch in einer eigenen Liga spielenden, ewigen Spielführers der Frankfurter Eintracht, Erdge Schoss.

Was die Verletzung von Marco Reus angeht: sehr traurige Sache, ich hätte ihn wirklich gerne bei der WM spielen gesehen. Wenigstens sind wir Deutschen so pragmatisch, die Diagnose der Ärzte zu akzeptieren und auf den Ausfall personell zu reagieren. Woanders hätte man dem armen Kerl wohl Otternsekret, Molchaugen und Büffelsperma aufs Sprunggelenk geschmiert und ihm falsche Hoffnungen gemacht.

Japan – USA 5:3 (n.E.)

Vorbericht:

  • Schiedsrichterlegende Walter Eschweiler ist angesäuert. Bei den letzten großen Turnieren konnte er anlässlich seiner Audienzen beim Fußballgott immer eine gute Platzierung für das DFB-Team herausholen. Diesmal jedoch schien er versagt zu haben. Überhaupt war alles anders, als er am Tag des Finales den großen Raum mit dem Eingangsschild „FIFA-Mitglieder müssen leider draußen bleiben“ betrat.
  • „Mein Gott, Walter! Finaaaaale, ohohoho. Heut‘ ist Finaaaale, ohohoho. Eschweiler, altes Schiedsrichtergestell‘, setz dich hin und greif dir ein Schnäpschen.“ „Eure Ballherrlichkeit sind gut gelaunt, so kenne ich Sie gar nicht, wenn ich das anmerken darf.“ „Mit gutem Grund“, setzte der Fußballgott an, „mir ist heute eine Auszeichnung ins Haus geflattert. Der HOLY FUCK Creative Football Design Award 2011 geht an…*trommelwirbel*… moi, meine und deine Heiligkeit! Diesmal habe ich alles richtig gemacht. Ich lese dir mal aus der Begründung der Jury vor, Walter.“ „Wenn es sich nicht vermeiden lässt, mein Gebieter.“
  • Eine gelungene Mischung aus althergebrachter Tradition, auf dem Fuße folgender Strafe, fröhlicher Unterhaltung, internationaler Härte, historischer Dimension und gewohnter Wankelmütigkeit zeichnete die Veranstaltung des diesjährigen Preisträgers aus. Das steht da, Walter, die meinen mich! Ich wusste gleich, es war eine gute Idee, die Engländer am Elfmeterpunkt versagen zu lassen. Das kommt einfach immer gut an, egal ob Frau oder Mann.“ „Mit fröhlicher Unterhaltung sind sicherlich die Schiedsrichterentscheidungen gemeint. Fand ich allerdings nicht so lustig, mein Herr.“ „Ach, Walter, sei mal nicht so spaßresistent. Ohne Fun geht doch heute im Abendprogramm einfach nix mehr. Und hier, meine Idee, das Zeitspiel und generelle Rumgeheule der Brasilianerinnen mit dem frühen Ausscheiden zu bestrafen, war auch ein Knaller. Hab ich eine saumäßige Menge SMS für bekommen und alle waren begeistert. Okay, in Brasilien sollen ein paar den Glauben verloren haben, aber nicht wirklich viele. Sind halt alles Machos da unten. Mal sehen, was ich 2014 mit denen anstelle. Da freu ich mich schon drauf.“
  • „Den Nordkoreanerinnen Doping in den Reis zu mischen war aber nicht sehr fein, Hochballwürden“, warf Walter daraufhin ein. „Ach Quatsch, das ist internationale Härte, klares Feindbild, Axis-of-Evil-Gedöns, das brauchen die Amis.“ „Und das Ausscheiden der deutschen Frauen? Fand ich sehr doof, um ehrlich zu sein.“ „Ja, Walter, ohne Wankelmut kann ich mich direkt einsargen lassen, da nimmt mich doch sonst keiner mehr ernst! Zweimal Trizeweltmeister bei den Männern und drei Mal Weltmeister bei den Frauen? Das geht ja nun wirklich nicht. Dafür lesen Historiker im Weiterkommen von Japan schon eine Parallele zu 1954. Das Wundel von Flankfult! Nippons Sommelmälchen!“
  • „Gewinnen die Japanerinnen denn nun auch das Finale, o Hüter von Ballhalla?“, will Eschweiler jetzt sanft drängend wissen. „Wäre fast fies, wenn nicht, gelle, Walter? Ich bin noch unentschlossen, habe aber extra deine Freundin, die Bibi, zur Schiedsrichterin bestellt, damit es keinen regeltechnischen Huddel gibt. Vielleicht lasse ich ja auch die Amis gewinnen und wenn sie dann nach Hause kommen, ist ihr Staat gerade dabei, bankrott zu gehen. Müsste ich freilich vorab mit dem Finanzgott besprechen, aber der düst ständig in Südeuropa rum, den kriegst du einfach nicht zu fassen.“
  • „Sag mal, willst du nicht entscheiden, Walter?“, fragte der immer noch euphorische, aber entschlussgehemmt wirkende Fußballgott. „Ich mach das schon, o Eure runde Lederigkeit“, antwortete dieser verschmitzt. Und so geschah es, dass die Japanerinnen Weltmeister wurden, weil Bibiana Steinhaus scharfäugig einen Elfmeter zu ihren Gunsten pfiff, den die Kameras erst in der dritten Zeitlupenwiederholung bestätigen konnten. Die Ehre der Schiedsrichterzunft ward wiederhergestellt, Deutschland gefeiert als die edelmütige Nation, die dem geschundenen Asiatenvolk den Vortritt überließ und Walter gönnte sich endlich das Schnäpschen aus feinsten Süßkartoffeln namens Shochu, das er beim Fußballgott hatte mitgehen lassen.

Nachbericht:

  • Ich setze mein breitestes Grinsen auf und male mir einen roten Punkt ins Gesicht: Die kleinsten Frauen sind die Größten, die Geilsten und die Besten im Frauenfußball obendrauf! Was für ein Spiel, was für eine Dramatik. 120 Minuten plus Elfmeterschießen, gekrönt von dieser einen Erkenntnis, die den Fußball so wunderschön macht. Du brauchst nicht baumlang zu sein, du brauchst nicht muskelbepackt zu sein, du brauchst nicht am höchsten springen zu können, du brauchst nicht jeden Gegner in Grund und Boden zu laufen, um am Ende bei diesem Sport zu triumphieren. Danke Japan, für den großartigen Abschluss dieses Turniers.
  • Die Nationalhymnen gaben ein wenig den Takt vor für die ersten 25 Minuten. Während die japanische Auswahl andächtig und in sich gekehrt einer getragenen Melodie lauschte, brannten die Amerikanerinnen zu ihrem „Hoppla, da sind wir“-Heimatlied innerlich alles nieder. Chance um Chance erdrücken sich die US-Damen, beginnend nach wenigen Sekunden und erst so Mitte der ersten Hälfte endend. Cheney, Wambach, Rapinoe wirbeln Frauen und Spielgerät durcheinander. Just als die Asiatinnen langsam ins Spiel finden, zieht Wambach einen Knaller ab Richtung Torwinkel. Für mich war der schon drin, aber die Latte hält wacker dagegen. Halbzeit.
  • Es ähnelt nun langsam ein bisschen Deutschland – Japan, denn die Blauen klären die Angriffsversuche souveräner, wagen sich auch einmal nach vorne. Aber es ergeben sich weiterhin riesige Chancen für die USA, doch der Ball will nicht über die Linie. Bis die Frau mit dem rosa BH den Unterschied zu bringen scheint. Ausgerechnet einen Konter schließt die eingewechselte Alex Morgan mit einem hart geschossenen Aufsetzer ab. Das müsste es wohl gewesen sein. USA all the way und so.
  • Aber nicht doch. Und hier kommt das Putzige an der japanischen Spielweise zutage. Die sind so bescheiden, dass sie selbst nicht in Führung gehen wollen. Liegen sie aber hinten, spielen sie reinsten Spock-Fußball: „Captain, wir liegen zurück, also diktiert die Logik, dass wir ein Tor erzielen müssen“. Schwupp, huschen die kleinen Rackerinnen nach vorne. Was die Amis so verwirrt, dass sie sich in Form von Buehler und Krieger im eigenen Strafraum vor Verzweiflung selbst abschießen und „Manni“ Miyama nur noch reinhauen muss. 81. Minute, es steht 1:1. Ich halte jetzt endgültig zu den Japanerinnen, die plötzlich ein paar Minuten frech auf die Entscheidung zielen und ihr Spiel Richtung US-Tor verlagern. Im Gegenzug schnüren die Amerikanerinnen sie nochmals ein, aber die Verlängerung ist nicht zu verhindern.
  • Kriegen die Amerikanerinnen nun die große Krise? Nein, denn Abby Wambach, die Stürmerin, der wir wohl alle das goldene Tor zugetraut haben, köpft krachledern und humorlos eine Flanke rein. 103. Spielminute, Zeit zum Verzweifeln, zum Aufgeben, möchte man meinen. Aber nicht mit den kleinen japanischen Rasenrobotern. Kurz das Torwärtsprogramm initialisiert und auf geht’s in die Hälfte des Gegners. Wo die Verteidigung sich schnell wieder die Fingernägel wegkaut, angefangen von Rampone über Krieger hin zu Hope Solo höchstselbst.
  • Es schlägt die Sekunde der weisen Frau Sawa. Nach einer Ecke bugsiert sie den Ball über die Linie, als wäre es ein Leichtes, einen Rückstand in einem WM-Finale(!) in der Verlängerung(!) aufzuholen. In dem Moment hätte ich als Amerikaner wirklich den Glauben an dieses Spiel verloren, denn wo die einen sich abackern, legen die anderen lässig nach. Es ist, als hätte man die Geschichte von Hase und Igel auf dem Rasen aufgeführt.
  • Im Elfmeterschießen liegen die Nerven schließlich endgültig blank bei den Titelaspirantinnen aus den US of A. Die kleine Kaihori hält den ersten Strafstoß gegen Boxx, Lloyd schießt Richtung Tribüne. Solo tut ihr Möglichstes, aber ihre Kolleginnen legen beinahe englische Kompetenz am Punkt offen. Die #4 der Japanerinnen, Kumagai, zerstört schließlich den amerikanischen Traum mit einem Hieb oben in den Winkel. Japan ist Weltmeister. Amerika am Boden. Sachen gibt’s, die gibt’s nur im Fußball. Homore Sawa holt alle von der FIFA ausgelobten Titel, den der Torschützenkönigin inklusive. Das japanische Team feiert, die neutralen Zuschauer mit ihm. Und ganz am Ende bleibt die Pointe, dass diese Mannschaft nur von den Engländerinnen geschlagen werden konnte. Auf der Insel wird man und frau sich ärgern. Der Fußballgott hatte wieder seinen Spaß.
  • Das war die Berichterstattung des unfassbar kompetenzfreien WM-Tagebuchs zur Frauenfußball-Weltmeisterschaft. Meinen Dank an alle treuen Leserinnen und Leser, die Fans auf Facebook, die fleißigen Twitterer, Verlinker und flattr-Spender. Wir lesen uns hoffentlich 2014 wieder! Zum Ausklang und als Rausschmeisser habe ich wie gehabt ein Lied ausgesucht, diesmal eines aus dem Land der Trizeweltmeisterinnen aus Schweden: In Flames – Liberation [auf Grooveshark anhören] / [auf Facebook anhören]. Um schließlich die Gefühlswelt der Amerikanerinnen anzusprechen und wenigstens einen Song hier drinnen einbinden zu können, noch obendrauf Alkaline Trio mit „The American Scream“ aus dem frisch erschienenen Album „Damnesia“.

Brasilien – USA 3:5 (n.E.)

Vorbericht:

  • Diese WM ist schon verrückt. Da treffen kommenden Mittwoch Schweden gegen Japan im Halbfinale aufeinander. Eine Begegnung, die man eher an der Gepäckannahme in einem deutschen Flughafen vor der gemeinsamen Abreise erwartet hätte. Aber die Schwedinnen wurden vor den USA Gruppensieger und die Japanerinnen, naja, ich muss wohl nicht mehr extra daran erinnern. Auf der anderen Seite spielen die Brasilianerinnen ihr erstes Ausscheidungsspiel heute (bereits um 17:30 Uhr) gegen die USA, was sich mindestens wie ein Halbfinale anhört.
  • Abby Wambach gegen Marta. Lauren Cheney gegen Cristiane. Hope Solo gegen … Moment, wie heißt eigentlich die Torhüterin von Brasilien? Mal kurz nachschlagen. Andreia? Barbara? Thais? So jedenfalls die Namen der Kandidatinnen. Also, wenn ich jetzt raten müsste… Andreia, natürlich. Hat die eigentlich bisher was zu tun bekommen? Könnte sich heute ändern.
  • Ich glaube, wenn Brasilien mit zwei, drei Toren zurückliegt und das Scheitern naht, haut Marta einen raus. Bisher gab es ja noch keine rote Karte gegen eine Spielerin wegen einer Tätlichkeit (obwohl diverse Nigerianerinnen und die Australierin Garriock sich in beeindruckender Weise beworben haben), aber dem brasilianischen Superstar traue ich es zu. Die wirkte im Spiel gegen Äquatorial-Guinea bereits schon genervt und tendenziell austeilfreudig.
  • Meine Sympathien liegen ehrlich gesagt bei den Amerikanerinnen. Ich kann mit der Marta nicht so recht. Die strahlt so eine Arroganz aus, wie ich sie bei einem Diego Maradona schon nicht auszuhalten weiß. Auf die Frage nach der besten Spielerin würde die nach meinem Gefühl nicht bescheiden mit „Das möge die Nachwelt entscheiden“ oder „Hey, Amerikas X, Frankreichs Y und Schwedens Z sind auch wirklich gut“ antworten, sondern mit „Ich. Für immer. Wer denn sonst?“.

Nachbericht:

  • Kein tolles Spiel, wenn man ehrlich ist, sogar ein eher enttäuschendes Duell der Giganten. Die jeweiligen Verteidigungsreihen stritten sich darum, wer den größeren Hau weghat. Hau im Sinne von Hektik, Angst und Unvermögen. Kunstvoll schon die Eröffnung von Daiane, die vom Gesicht her die Schwester von Joey DeMaio von Manowar sein könnte. Eine Hereingabe von Boxx schnippt sie technisch anspruchsvoll mit dem Außenrist über die eigene Torlinie. 0:1, die frühe Führung für die Amerikanerinnen.
  • In der Folge keines der Teams besonders auffällig, nur wenn es ans Verteidigen geht, entstehen Momente voller Verzweiflung. Marta versucht wieder Sympathiepreise weit von sich zu weisen, was ihr mit spielerischer Leichtigkeit gelingt. Fast schon ein erhebender Moment, als sie nach einer von ungezählten Meckereien die gelbe Karte erhält.
  • 67. Minute, Rot für Buehler. Marta hat sich den Ball technisch fein im Strafraum vorgelegt und wird umgestoßen. Kann man so sehen, antipathische Gefühle für die Frau hin oder her. Cristiane verschießt gegen Solo, doch der Strafstoß wird wiederholt. Warum genau habe ich nicht verstanden. Hatte sich Solo zu früh bewegt? War eine Spielerin reingelaufen? Den zweiten Versuch setzt Marta in die Maschen. Wir erleben gleichzeitig den Hope Solo-Move aus der Torwartschule von Uli Stein. Motto: Wenn du eh nicht an den Ball kommen kannst, brauchst du dich auch nicht danach zu strecken.
  • Kommentator Bartels findet Rodriguez nicht gut. Sonst keine Auffälligkeiten mehr bis zur Verlängerung. Kurz nach deren Anpfiff das 2:1, wieder durch Marta, die blitzschnell reagiert und die Kugel kunstvoll gegen den Innenpfosten schlenzt. Beim Anspiel vor der Hereingabe soll es allerdings Abseits gewesen sein. Das Publikum, Amis und Neutrale, sind nicht erfreut. Ich vor dem Fernseher auch nicht.
  • Die Amerikanerinnen spielen nach vorne, versuchen alles, aber es ist mehr koordiniertes Humpeln denn schwungvolles Passspiel. Über Andreia sage ich nichts Schlechtes mehr, die verhindert den Ausgleich nach einem gut gesetzten Schuss von Wambach durch schnelles Abtauchen. Erika auf der anderen Seite fällt nach zehnsekündiger Verzögerung im Strafraum hin, lässt sich behandeln, vom Feld tragen und springt kaum außerhalb des Feldes mopsfidel von der Krankenbahre. Die wohl verdienteste gelbe Karte des Turniers. Ich bete derweil zum Fußballgott, dass ich Brasilien nicht siegen sehen will.
  • Und siehe da, es ward Abby. Eine weite Flanke wird von Andreia unterschätzt, Wambach springt fast mit dem Abpfiff rein und köpft den Ausgleich. Es gibt doch noch Gerechtigkeit, mir entfleucht beinahe ein kehliges U-S-A, U-S-A. Elfmeterschießen. Marta verwandelt, Hope bemüht sich einmal richtig gegen die Unglückskickerin Daiane mit dem Eigentor und wehrt deren Versuch ab. Krieger, die Fan von Deutschland ist, verwandelt zum entscheidenden Treffer. Besiegt von einer Krieger. Wenn das Joey DeMaio mitbekommt. Der ist imstande und schreibt ein Lied drüber. Krieger kills, Warrior wins, Marta falls.

Äquatorial-Guinea – Brasilien 0:3 / Australien – Norwegen 2:1

Vorbericht:

  • In Gruppe D gibt es nicht mehr allzu viele Fragen aufzuarbeiten. Hält Australien Norwegen auf Distanz und zieht ins Viertelfinale gegen die USA ein, wo es mit Sicherheit ordentlich auf den Känguruhbeutel geben wird? Welches Spiel läuft in der ARD, welches auf ARD Festival, dem Knallersender, der -egal, wann ich auch einschalte- immer nur die Promo mit dem Chamäleon laufen lässt und nie mal eine gescheite Übertragung eines Rockkonzerts. Und kann sich der größte und einzige Weltstar, den diese Sportart bisher hervorgebracht hat,  im Kampf um den Ball auch gegen echte Männer durchsetzen? Moment, die Frage ist schon beantwortet: leider nein, siehe Cristiano Ronaldo bei der WM 2010.
  • Bibi rettet die Welt. Jawoll, die Deutsche Bibiana Steinhaus, sozusagen die Lira Bajramaj der Schiedsrichterzunft, zieht heute los und rückt das schief gewordene Bild der weiblichen Referees ins rechte Licht. Fallobst, Handgesindel, Foulfußvolk und andere Tunichtgute haben keine Chance. Möglicherweise der entscheidende Grund für die ARD, Äquatorial-Guinea gegen Brasilien zu übertragen (zum Zeitpunkt dieses Vorberichts ist noch alles offen). Denn dort dürfte es law’n’order-mäßig ordentlich etwas zu tun geben.
  • Australiens Stürmerin Lisa de Vanna war im September vergangenen Jahres in einen Facebook-Sex-Skandal verwickelt, als sie verwirrende Bilder hocherotischen Inhalts auf ihrer Seite des sozialen Netzwerks veröffentlichte. Gerne gebe ich an dieser Stelle die Moralinstanz im Sinne von des Deutschen liebsten Schmuddelblattes und echauffiere mich: „Schmutz, Schund, einfach nur widerlich, hier ein Beispiel„. Mich erinnert die gute Frau ja immer an einen Charakter aus den Asterix-Comics, ich komme aber jetzt nicht auf den Namen. Vielleicht weiß die werte Leserschaft Rat.
  • Nachtragen muss ich noch meinen Schock über den Stromausfall im Dresdener Stadion während des Matches Kanada gegen Nigeria. Kurzzeitige komplette, auch für das Schiedsrichterinnengespann deutlich sichtbare Dunkelheit. 10 Minuten ging gar nichts mehr auf Rasen. Unmittelbar nach dem Anpfiff das 0:1 für die Nigerianerinnen. Ich werde jetzt nicht den Witz bringen, dass die Afrikanerinnen Dunkelheit eher gewöhnt sind. Ich habe auch noch Würde.
  • Wo wir beim Nachtragen sind, hier der beste Couchdialog während des Spiels Deutschland gegen Frankreich, so stattgefunden unmittelbar nach dem verwandelten Foulelfmeter von Inka Grings. (Bruder) „Die hat die Ecke gehabt!“ (Ich) „Wie bitte?“ [Es läuft die Wiederholung, die französische Ersatztorhüterin fällt nach rechts, der Ball schlägt weit links von ihr ein] (Bruder) „Äh“ (Ich) „Bewirbst du dich jetzt heimlich als Reporter beim ZDF?“ Gelächter.

Nachbericht:

  • Spektakuläres Geständnis gleich zu Beginn: ich habe die ersten 9 Minuten des Spiels verpasst, weil ich dachte, der Anstoß wäre erst um 18:15 Uhr. Das soll sich aber auch einer merken können. Ab dem Viertelfinale kommt übrigens noch die Anstoßzeit 17:30 Uhr hinzu. Die FIFA wünscht frohe Verwirrung.
  • Viel verpasst habe ich allerdings nicht in der ersten Hälfte. Absolutes Highlight: Superstar Marta wird in Manndeckung genommen, Äquatorial-Guineas Handspezialistin Bruna lässt sie nicht aus den Augen und folgt ihr sogar auf dem Weg zum Trainer, als sie dort taktische Anweisungen holen bzw. realistischerweise eher geben will. Es ist eine kühne Vermutung, aber ich glaube, in dem Moment hatte Otto Rehhagel vor dem Fernseher eine Erektion.
  • Die zweite Halbzeit habe ich umgeschaltet. Woraufhin ich feststellte, dass auf EinsFestival HD wieder nur die Promo mit dem Chamäleon läuft. Lediglich auf dem nichthochaufgelösten Kanal gibt es Fußball. Liebe GEZ-Zahler, Ihre Gebühren am Werk! Norwegen für ein Team, das gewinnen musste, erschreckend lustlos im Spiel nach vorne, Australien viel spielbestimmender. Dennoch gehen die Norwegerinnen nach einem wieder mal katastrophalen Fehler durch die abwehrschnitzerprobte Servet Uzunlar mit 0:1 in Führung.
  • Direkt im Gegenzug der Ausgleich durch Simon. Danach das bekannte Spielmuster. Der Kommentator brabbelt aufgeregt die Erfolgsgeschichte der Skandinavierinnen herunter, erklärt ein Ausscheiden zum Weltuntergang. Den Spielerinnen ist es egal, nach vorne kommt wenig, mit Ausnahme eines Freistoßes ans Lattenkreuz durch Rönning. Drei Minuten später das entscheidende 2:1 durch einen Simon-Kopfball und kreative Orientierungslosigkeit der norwegischen Torfrau. Der ex-Weltmeister, ex-Europameister und ex-Olympiasieger ist nun offiziell auch ex-WM Teilnehmer 2011. Ha det, Norge!

Brasilien – Australien 1:0

Vorbericht

  • Wer ist eigentlich die beste Fußballspielerin der Welt? Wer hat bis auf die Heiligsprechung alle nationalen irdischen Titel gesammelt, gilt als Gesicht ihrer Vereinsmannschaft, schießt die schönsten Tore, ist ein Idol für die weltumspannende Fangemeinschaft, hat allerdings noch nie mit der Nationalelf eine Weltmeisterschaft gewonnen? Klar, da kann es nur eine Antwort geben: Cristiano Ronaldo Marta.
  • Die 25-jährige Brasilianerin ist auch dieses Jahr Topfavoritin auf die Torjägerkrone, die sie sich schon 2007 sichern konnte. Schwedische Meisterin 2005-2008, Brasilianische Meisterin 2009, US-Meisterin 2010, Weltfußballerin der vergangenen fünf(!) Jahre – wo die Frau auch hinkommt, gravieren die örtlichen Goldschmiede schon weit im Voraus ihren Namen in die Pokale. Wie kann es da sein, dass die gute Frau noch nicht Weltmeisterin geworden ist? Ach ja, dafür müsste sie in der DFB-Elf spielen.
  • Erschwerend kommt hinzu, dass die brasilianische Elf in Hilflosigkeit verfällt, wenn es nicht rund läuft und im Strafraum keine Samba getanzt werden kann, sondern sich görendreiste Abwehrspielerinnen frech in den Weg stellen. In diesen Momenten verfällt die Auswahl gerne in den MAWAMA-Modus (MAchWAsMArta), die Auserwählte reiht daraufhin panisch Übersteiger an Übersteiger bis heiße Luft aus dem runden Leder quillt. Vergleiche mit der brasilianischen Herrenmannschaft verbieten sich eigentlich, aber hier fallen sie positiv aus. Viele sehen in der Spielweise der Frauen die Wiederbelebung der temporeichen, kreativen und leichtfüßigen Ballbehandlung früherer Selecao-Mannen. Die Verteidigung übrigens soll ähnlich sattelfest sein wie damals.
  • Matilda hingegen ist der Star in der australischen Truppe. Für diesen Satz fällt mir wahrscheinlich Berti Vogts gleich um den Hals, denn Matildas lautet der Spitzname der Auswahl von Down Under. Die Chronistenpflicht, journalistische Sorgfalt und die aktuell eher darbende Zugriffszahl hier drin gebieten es, darauf hinzuweisen, dass sich die Auswahl von 1998 für einen Kalender zur finanziellen Unterstützung ihres Verbandes ästhetisch wertvoll nackig gemacht hat. Den Link dazu gibt es hier, die folgenden Zeilen widme ich der lieben Googlesuchmaschine: Frauenfußball, Kalender, nackig, nackt, australische Frauen nackt, australische Fußballfrauen nackt, australische Fußballfrauennationalmannschaft nackt, Justin Bieber, Lady Gaga,  Transformers 3.
  • Asiens Fußballerin des Jahres ist die Australierin Kate Gill. Was mich wieder zu der Erklärung nötigt, dass Australien fußballtechnisch zu Asien gezählt wird, Neuseeland hingegen zu Ozeanien. Deshalb sind beide Mannschaften oft bei Turnieren dabei, treffen dort meist aber nicht aufeinander, weil nach der Vorrunde schon gewohnheitsmäßig die Heimreise ansteht. Frau Gill ist das letztlich egal, denn sie spielt wegen eines Kreuzbandrisses eh nicht mit.  Realistischer treffen, weil noch mit intaktem Bandapparat im Kniegelenk, können Samantha Kerr und Kyah Simon.

Nachbericht:

  • Es mag sein, dass ich in letzter Zeit zu viel Frauenfußball gesehen habe. Vielleicht drücken mich abends auch die Betablocker runter, die ich wegen meines Bluthochdrucks nehmen muss. Aber: war das in der ersten Hälfte wirklich wie von Kommentator Norbert Galeske beschrieben ein „ordentliches, passables Spiel“? Ich fand es genauso langweilig wie tags zuvor die ersten 45 Minuten von USA gegen Nordkorea und wenn ich nicht zur Pause die Augen zumachen hätte können, wäre die zweite Halbzeit ohne mich gelaufen.
  • Beschäftigt hat mich folgender Gedanke: weshalb spielten die Brasilianerinnen nicht im traditionellen Gelb-Blau, obwohl sie doch den zugelosten Heimvorteil hatten und daher ihr Trikot bestimmen konnten? Sagt schon einiges über die Qualität der Partie aus, wenn es nichts gab, was mich von dieser Grübelei ablenken konnte.
  • Nerven tut mich auch, wenn unspektakulären Aktionen der Anstrich der Torgefahr gegeben wird. Ein „guter Kopfball“ etwa ist keiner, der 5 Meter am Tor vorbeirollt. Andererseits wird erst ein „gelungener Schuss“ gelobt, den die Torhüterin ohne Probleme aufnehmen kann, wenige Minuten später kommt ein Ball ähnlicher Kajütte auf den Kasten und es heißt: „Ein Schlenzer, eher wie eine Rückgabe“. Man tut dem Frauenfußball doch wirklich keinen Gefallen mit diesen Aufbauschungen. Ich möchte hier nicht zum ständigen Rumnölen aufrufen, aber ein kleiner Realitäts-Check hier und da täte manchem Kabinenvogel mal ganz gut.
  • Kein Problem habe ich damit, das 1:0 durch Rosana als technisch gelungene Ballannahme, gefolgt von einem tollen Schuss, einzuordnen. Aber der Rest? Ich erwarte keine Knaller in den Winkel, Hackentricktore, Heber (obwohl die Japanerinnen gezeigt haben, dass das geht) oder Seitfallzieher. Weit übers Tor zimmern tun auch die Männer. Allerdings kann auch frau in guter Position mal den Ball gezielt flach oder mit einem feinen Schlenzer über die Linie bringen.
  • Wie auch immer: Brasilien gewinnt, ohne seine Favoritenrolle auch nur ansatzweise untermauern zu können.  Die Leistung von Marta, der auserkorenen Überstürmerin, fand ich ernüchternd bis enttäuschend. Vielleicht brauche ich jetzt wirklich eine Pause. Gut, dass es morgen kein Mittagsspiel gibt, sondern um 18 Uhr und 20:45 Uhr erst wieder angepfiffen wird.