Belgien – Tunesien 5:2 / Südkorea – Mexiko 1:2

Es geht um alles. Für Tunesien. Nur ist mir das herzlich egal. Ich kriege im Moment nicht mal mehr zusammen, wie die gespielt haben. Ach ja, gegen England. War durchaus tapfer. Klar bester Fight seit Karthago, nur auf den jungen Feldherrn Harry hamse am Ende nicht aufgepasst. Nordafrika ist aktuell eh geschlossen auf dem Weg nach Hause, kommt’s auf einen mehr auch nicht an (von dem Satz träumt das Horstl Seehofer übrigens gerne mal in der Nacht und ehrlicherweise auch am Tag). Zumal der Belgier mit seinen Flugschneisenflanken à la de Bruyne wie beim 1:0 gegen Panama auch diesmal mindestens einen Ball reinlegen wird.

Es geht um alles. Für Südkorea. Was mir keineswegs egal ist. Die müssen liefern. Gegen Schweden wollten sie einen Punkt wegschlawinern, leider jedoch hat sie der VAR ertappt. Technik schlägt Technologienation, da sei heute aber der heilige Samsung davor! Drei Punkte wären optimal gegen die Mexikaner, die nach dem Sieg gegen uns sicher mit so schweren cojones auflaufen, dass sie sich kaum bewegen können. In dem Fall hätten wir es auch für den Fall eines heute Abend errumpelten 0:0 gegen die Schweden noch selbst in der Hand.

Wie um Himmels willen KimLee allerdings ein Tor erzielen soll, da rätsele ich auch gerade drüber. Der Kollege aus Japan hat ja vom Prinzip her ein ähnliches Problem, dessen Sieg gegen Kolumbien kam durch Überzahl, einen Elfmeter und einen Kopfball zustande; alleine mit dem Ball am Fuß vorm Tor darf man die Racker nicht lassen, das gibt nur Gesichtsverlust. Die Fußball-Legende (eigene, glorreiche Bezeichnung) Kim Jong-Un vom Nachbarn darf man noch nicht bringen, der mexikanische Feldspieler hat zu wenig Körperfläche, um beim gezielten Anschießen die Hand zu treffen. Den VAR Room hacken, damit im entscheidenden Moment allen Schiris knalliger K-Pop in die Ohrmuscheln und Bildschirme rauscht, Ellenbogen gegen den Keeper raus, Gehirnerschütterung, Ball reintänzeln? Nee, das bringt der höfliche Koreaner nicht. Selbst wenn er vorher die Sergio Ramos-Kampf- und Arschlochschule in Madrid besucht hätte.

2014 gab es das Duell Südkorea gegen Russland und vielleicht liegt hier die Lösung:

Toller Publikumsservice: man konnte die Begegnung prima mit geschlossenen Augen verfolgen. Denn wenn es in Strafraumnähe ging, wurde man rechtzeitig von den spitzen Schreien koreanischer Mädchen aufgeweckt. Es müssen koreanische Mädchen gewesen sein, denn russische Männer dürfen glaube ich von Gesetz wegen nicht so schreien.

Also Mädels, schreit ihn rein. Irgendwie. Ihr seid unsere letzte Hoffnung, bevor wir selbst ran müssen.


Das Feelgood-Spiel dieser WM. Vogelwild auf beiden Seiten. 7 Tore. Respekt an Tunesien und mindestens Halbfinale für Belgien, bitteschön.

Ach Kim, ach Lee. Wieder einen Elfmeter fabriziert. Wieder gute Chancen liegenlassen durch Son. Aber kurz vor Schluss noch einen reingeschlenzt, um die Tipper zu ärgern. Kann man machen, hilft uns aber nix.

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