[Achtelfinale] Argentinien gegen Schweiz 1:0 (n.V.)

  • Ich bin noch so fertig von gestern. Argentinien und Schweiz liegen gerade dermaßen weit weg. Gegen einen von denen kommen wir ja frühestens im Finale. Sofern man nach dem Match gegen Algerien noch von dem Finale reden möchte.
  • Trainer Sabella macht auf mich einen onkelhaft gutmütigen Eindruck, so ein bisschen wie auf der anderen Seite damals Köbi Kuhn, der Vorgänger von Ottmar Hitzfeld. Beim Training stelle ich mir vor, wie der allen seinen Jungens übers Haar streicht, bei Fehlpässen ein leises „Na na na!“ murmelt oder kurz vor dem Spiel bzw. Wiederanpfiff anmahnt, dass alle jetzt noch schnell Pipi gehen sollen. Wo Messi heute wahrscheinlich nicht alleine sein wird, denn der Ottmar schickt bestimmt ein paar Schweizer hinterher.
  • Wie stoppt man Messi? Hitzfeld weiß Bescheid; mit einem eng aufgezogenen Netz. Ich nehme mal an aus Spielern. Nicht dass der kleine Kampfderwisch Shaqiri im klassischen Gladiatorenoutfit mit Dreizack und Netz aufläuft. Würde mich aber auch nicht so sehr wundern. Sicher ist in jedem Fall: Wer heute keine Tore macht, für den wird es schwer. In dem Zusammenhang hat mein Bruder heute auf ein Weiterkommen der Schweizer im Elfmeterschießen getippt. Ich lasse das jetzt mal unkommentiert so stehen.
  • Natürlich drücke ich den Schweizern mit dem deutschen Trainer die Daumen. Bisher waren alle Achtelfinals eine knappe Angelegenheit, da darf der Gaucho auch gerne mal auf Normalmaß gestutzt werden. Oder im Idealfall nach Hause fahren. So würde der große Traum vom Finale Costa Rica gegen Deutschland weiterleben. Wo Manuel Neuer dann jeweils die zu seinem Tor gehörende komplette Spielhälfte abdeckt. Ach Mist, ich wollte seit gestern doch nicht mehr darüber nachdenken.

  • So langsam kann man sich als Zuschauer die erste Hälfte bei dieser Ausscheidungsrunde sparen. Vielleicht sollte man die Spieler 45 Minuten durch die Katakomben des Stadions jagen und dann direkt mit der zweiten Hälfte beginnen. Die Schweizer immerhin mit den besseren Chancen. Wobei Romero im Tor der Argentinier die Kunst beherrscht, jeden auf seinen Kasten kommenden Ball gefährlich aussehen zu lassen.
  • Die Argentinier nach über einer Stunde mit einer richtigen Torgelegenheit, aber Benaglio rettet gegen Higuain mit einem Reflex. Messi wacht langsam auf, gibt zwei gefährliche Torschüsse ab, einer aus der Distanz, einer nach dem für ihn typischen Durchgewurschtel. Die Schweizer zu diesem Zeitpunkt nur noch auf Verteidigung des Unentschiedens bedacht.
  • Bis gegen Ende der Nachspielzeit Messi bei einem schnellen Gegenstoß auf di Maria legt und dieser flach einschiebt. Ein Querpass macht den Unterschied in 118 Minuten großem Kampf der Schweizer, für die Dzemailis sogar noch den Pfosten trifft.  Wieder gewinnt der Favorit, dem Außenseiter bleibt nur der Respekt, der leider nicht den Zugang zum Kreis der besten acht Mannschaften gewährt.

Tore:

1:0 di Maria (118.)

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s