[Achtelfinale] Costa Rica gegen Griechenland 6:4 (n.E.)

  • Lieber Fußballgott, bitte lass‘ Costa Rica weiterkommen. Ich meckere auch nicht mehr über die Griechen, die in ihrem letzten Spiel durchaus gezeigt haben, dass sie nach vorne was reißen können. Aber halt nur, wenn es sonst gar nicht mehr anders geht. Ich finde das nicht schön. Wenn du mitspielen kannst, sollst du auch mitspielen. Und nicht die meiste Zeit wie ein Bully brutzig mit verschränkten Armen vor der Brust rumstehen und die anderen unnötig anrennen lassen, bevor du ihnen eine reinhaust. Genau das befürchte ich nämlich heute Abend.
  • Costa Rica ist das erste Mal bei dieser WM Favorit in einer Partie. Sowas kann auch bei den besten Wuslern die Beine lähmen. Selbst das Spiel machen zu müssen, liegt keinem der beiden Teams so recht. Also, lieber Fußballgott, ich schlage Folgendes vor: Lass die Ticos in Führung gehen und wenn die Griechen dann noch gewinnen, soll es halt so sein.
  • Ach ja, wo wir gerade so schön am Plaudern sind: Wenn im Viertelfinale dann die Holländer gegen die Männer von der reichen Küste die Nachhausefahrt buchen müssten, fänd‘ ich das richtiggehend witzig.
  • Griechenlands Nationaltrainer Fernando Santos ließ jedenfalls verkünden: „Wir werden angreifen, so viel wie möglich“. Den Satz klebe ich hier aus wissenschaftlichen Gründen rein, damit ich mir in der Nachschau vielleicht eine Maßeinheit für griechische Angriffs- und Spielstärke erarbeiten kann. Einen Namen dafür hätte ich schon: 1 grAuS.

  • Dear God of football, you have chosen… wisely. Erinnerte vom Ablauf doch ein wenig an die Partie ein paar Stunden zuvor. Lahme erste Hälfte, frühes Tor zu Beginn der zweiten, ein nicht gegebener Elfmeter, Anrennen der zurückliegenden Mannschaft und sehr später Treffer durch einen Bundesligaspieler. Diesmal gab es allerdings noch Verlängerung und Elfmeterschießen, auf die ich gerne verzichtet hätte.
  • Die ersten 45 Minuten ließ ich das Spiel an mir vorbeitröpfeln und habe hauptsächlich „Valiant Hearts“ am PC gezockt (sehr empfehlenswert übrigens). Was ich aus den Augenwinkeln mitbekommen habe, war das ziemlich genau 1 grAuS, wobei Costa Rica auch nicht so richtig zauberte.
  • Der Treffer von Kapitän Ruiz schien mir wie in Zeitlupe ins Tor zu kullern. Flache Direktabnahme, flach ins Eck, den Torwart auf dem falschen Fuß erwischt. Griechenland geschockt, Torosidis kurz darauf mit einem klaren Handspiel im Strafraum, das vom Schiri übersehen wurde. Hellas nun im Vorwärtsgang, unterstützt von Costa Ricas Duarte, der die gelb-rote Karte sieht.
  • Sokratis verwandelt in der Nachspielzeit einen Abpraller von Navas in die Maschen. Die Ticos, kräftemäßig schon bei Minuswerten, überstehen die Verlängerung und retten sich ins Elfmeterschießen. Wo im Gegensatz zum Samstag gekonnt eingenetzt wurde, bis Gekas schließlich scheitert. Umana schießt die Griechen aus dem Turnier.

Tore:

1:0 Ruiz (52.)
1:1 Sokratis (90.)

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2 Gedanken zu “[Achtelfinale] Costa Rica gegen Griechenland 6:4 (n.E.)

  1. So viel wie möglich, werter Herr Inishmore, ist ja relativ. Denn möglich ist schließlich nur was möglich ist. Beim einen mehr, beim anderen weniger. Hauptsache, und da wiederhole ich mich gern, es wird nicht gebissen.

    Herzlich
    Ihr Schoss

    • Bei den Griechen also eher weniger, so mein Eindruck. Hatten Sie mal ein einbeißendes Erlebnis mit Herrn Suàrez, dass Sie sich dieser uruguayischen Fußballeigenart so widersetzen, werter Herr Schoss?

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