Brasilien – Norwegen 3:0

Vorbericht:

  • Ich bin noch eine Beobachtung schuldig, welche bereits seit Tagen im Internet kursiert und die ich hiermit gerne nachreiche: die norwegische Übungsleiterin Eli Landsem sieht aus wie Trainerlegende Hans Meyer. Genauer gesagt sah sie während des Spiels gegen Äquatorial-Guinea meist aus wie Hans Meyer, unmittelbar nachdem er BILD-Zeitungsreporter beim Herumtrampeln in seinen Rosenbeeten erwischt hatte. Einfach selber mal nach Bildmaterial googlen und erstaunt sein.
  • Der brasilianische Superstar Marta hingegen ähnelt erschreckend Birgit Prinz. Nicht vom Optischen, sondern von ihrer Übersehbarkeit auf dem Platz. Das muss sich heute ändern, denn ich hatte sie ja schon im Vorbericht zum Erstrundenspiel beinahe mit dem Meister der Übersehbarkeit und der Tränen auf dem WM-Turnierrasen verwechselt. Ach, ich schreib den Namen jetzt einfach nochmal hin: Cristiano Ronaldo.
  • Mich konnten beide Mannschaften mit ihren jeweiligen 1:0-Humpelsiegen nicht überzeugen. Wenn heute Abend wieder nichts geliefert wird, drücke ich ernsthaft den Australierinnen die Daumen fürs Weiterkommen. Deren Abwehr im Zusammenspiel mit dem Angriff der Amerikanerinnen im Viertelfinale dürfte ein Garant für Spaß sein. Zumindest für Abby Wambach.
  • Nach diesem Spiel ist ein Tag Pause. Also nicht wundern, wenn hier am Montag keinerlei Berichte erscheinen. Garantieren kann ich es allerdings nicht, deshalb sicherheitshalber alle Viertelstunde mal reinklicken und nicht entmutigen lassen, wenn nichts Neues dasteht.

Nachbericht:

  • Good girls go to Heaven, but the bad girls go everywhere. Marta hat endlich ihre Show abgezogen. Verdient über 500.000 Euro im Jahr, verlangt für eine Autogrammstunde 5.000 Euro und ist sich dennoch nicht zu schade, eine Verteidigerin umzuschubsen, wenn es um das erste eigene WM-Tor geht und die Gegnerinnen aus Norwegen lästig gut spielen in den ersten zwanzig Minuten. Natürlich ist die Frau wegen ihres Antritts und ihrer Technik eine begnadete Fußballerin; aber eben mit einem Sympathieausstrahlungswert eines Stefan Effenberg. Das eine schließt im Fußball das andere nun mal leider nicht aus.
  • Zwei schnelle Tore zu Beginn der zweiten Hälfte besiegelten das Schicksal der Skandinavierinnen. „Selbst schuld“, möchte man einwerfen. Denn wenn das Publikum schon die gegnerische Stürmerin wegen des Fouls vor dem 1:0 permanent auspfeift und die Schiedsrichtern zum Wiederanpfiff bedröppelt zum Anstoß bittet, als ob sie zuvor mehrere Zeitlupen der Szene gesehen hätte, gibt es doch nur eine Option: im Strafraum hinfallen lassen und eine Konzessionsentscheidung herbeizwingen. Hätten sie nur mal bei Marta nachgefragt, die fiel sogar vor dem eigenen Strafraum einfach mal so  hin. Das macht den Unterschied.
  • Warum bitteschön beschwert sich eigentlich keiner über das asymmetrische Hakendesign bei den Zahlen auf dem Rücken der brasilianischen Auswahl? Die 2. Oder die 3. Die 8. Alles igittigitt. Da stirbt dir doch der Sehnerv ab. Ich möchte an dieser Stelle einen Font-Blogger um eine dezidierte Stellungnahme bitten.
  • Norwegen war nach den schnellen Treffern eigentlich nur noch bei Ecken auffällig. Massenversammlung im 5-Meter-Raum einberufen und die Hereingaben eng vors Tor ziehen. Auch eine Taktik, aber da muss sich die Torhüterin den Ball schon selbst unbedrängt reinwerfen, sonst würde doch abgepfiffen werden, oder?
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4 Gedanken zu “Brasilien – Norwegen 3:0

  1. Ja, die Trikot-Beschriftungen…

    Seit jeder Neffe oder Nachbarssohn Speisekarten gestaltet (ich hab mal eine bekommen, da waren allein auf der Titelseite 47 typografische und grammatikalische Fehler) bleiben solche Missgriffe nicht aus.

    Schriftsetzer war mal ein ehrhafter Beruf, mit langer Lehrzeit und noch längerem Bewähren. Mediengestalter werden am Fließband ausgebildet, irgendwas müssen die jungen Leute doch machen.

    Futura? Stone Sans? Helvetica? Fremdworte, fürchte ich. Auszeichnungsschriften als Fließtext, Comic sans als Webschrift – manchmal kann man gar nicht so viel essen…

  2. Ich bin wahrhaft kein Fachmann, aber das Zahlendesign der brasilianischen Trikots hat mich weitaus mehr mitgenommen als das Thema „Action man“ bei den Deutschen. Das ist so zackig, hakig, das könnte aus der Zeit-wo-wir-nich-so-gern-drüber-reden stammen. Meine Meinung.

  3. Einen Tag Pause? Gut, heute kann zwar die Tastatur kalt bleiben (hä?). Aber ich gehe doch schwer davon aus, dass Du so richtig heftig am Recherchieren bist, um die wichtigsten aller Fragen zu beatnworten: Wie geht es MelB? Kann sie morgen auflaufen? Übrigens „unsere“ Melanie, wenn schon, um mal Deinen immer wieder formulierten alleinigen Besitzanspruch zu korrigieren! (siehe häufiges „meine Melanie“).

    • Meine Melanie. Meinen Besitzanspruch fuße ich auf den Satz „Meine absolute Lieblingsspielerin ist allerdings Melanie Behringer“. Damit komme ich vor jedem Gericht dieser Welt durch.

      Morgen wird aus dem Krankenhausbulletin zitiert. Vielleicht. Eventuell erfinde ich auch einfach einen. Oder lasse die Verletzung von einem nordkoreanischen Mannschaftsarzt einfach wegstreichen.

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