Spanien – Portugal 1:0

Vorbericht

  • Das kann nur besser werden. Hat jemand die spielerische Einöde zwischen Japan und Paraguay überlebt? Ein paar vom Wind angetriebene Heuballen auf dem Feld wären das Highlight der Partie gewesen. Noch schlimmer: mir war so was von egal, wer da rausfliegen würde. Am Ende hätte ich denen beiden die Rückflugtickets bezahlt, nur damit sie endlich aufhören.
  • Bei Spanien gegen Portugal ist das anders. Da gibt’s Drama, weil ein Turnierfavorit oder ein Möchtegernspieler-des-Turniers-Favorit nach Hause fahren muss. Die Drama-Queen des Fußballs ist in jedem Fall dabei, ich schreib jetzt aber nicht nochmal extra den Namen hin.
  • Sorgen macht man sich schon um den Spanier. Offensichtlich gelangweilt hat er sich in seiner Gruppe. Hat nicht gezaubert, sondern meist mürrisch vor sich hingetüdelt und dabei nie mehr als 2 Tore geschossen, war einmal sogar im schweizer Sturm mit 0:1 untergegangen (das war jetzt Sarkasmus). Der Portugiese hingegen ist einmal explodiert und zweimal eingeschlafen. Vor allem das Spiel gegen Brasilien habe ich ihm persönlich übel genommen.
  • Wer immer gewinnt: spielt besser als die Gurkentruppen von heute Nachmittag und schießt danach den Paraguayer raus. So. Ich bin durch. Nach dem Spiel sind zwei Tage Pause. Die müssen jetzt auch wirklich sein.

Nachbericht

  • Das ging schon eher Richtung Fußball, sag ich mal. Furioser Auftakt der Spanier, die schießen gleich drei Mal in den ersten 5 Minuten aufs Tor – ich hab‘ mich richtiggehend erschrocken. Der Portugiese hingegen mit dieser „Ich hab die Ordnung schön“-Abwehrformation aus dem José Mourinho-Studio, die ich so gar nicht leiden kann. Da spielt die #2 gegen die #3 der Weltrangliste und Portugal stellt sich hinten rein, als wär’s Aserbaidschan gegen Brasilien.
  • Ich hatte schon meine Befürchtungen, denn der Portugiese machte von Minute zu Minute weniger. Er guckte ein paar Mal, dass Iker Cassilas auch nicht alles kunstvoll wegfängt, was auf den Kasten kommt und spurtete dann hurtig schnell zurück zu Papa Eduardo in die Verteidigungszone.
  • Insofern war das 1:0 eine kleine Erlösung. Villa mit links scharf flach, dann mit rechts angelupft – der Kerl hat zwei echte Multifunktionswerkzeuge unterhalb des Beckens. Ja, okay, es war wohl knapp Abseits. Aber in dem Moment sag ich: lasst das den Schiri regeln und spart euch die Kosten, um den Platz zum Magnetfeld zu machen oder Kameras in jede Grasnarbe zu drücken. Wenigstens ist jetzt Cristiano Ronaldo draußen, das war es doch wert.
  • Bezeichnend, dass nach der Führung vom hinten liegenden Team so gut wie gar nichts kam. Außer einer Hackenflanke 30 Meter vor dem Tor. Von dem Typ, gegen den ich – das mag in den letzten Tagen zart angeklungen sein – eine leichte Antipathie hege. Nicht mal ein Torschuss kam mehr auf das spanische Tor. Oliver Kahn hätte wohl nach dem Schlusspfiff zur großen Eiersuche aufgerufen.

[Das soll es gewesen sein für die nächsten zwei Tage. Bleibt diesem kleinen Blog gewogen, empfehlt ihn gerne auch weiter und schaut ab Freitag wieder vorbei]

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8 Gedanken zu “Spanien – Portugal 1:0

  1. Da hast du recht.
    Vor lauter Fußball laufen mir meine leihfilme ja ab. Hab noch 3 Tage Zeit für Surrogates. Die Pause kommt genau richtig!!
    Durchatmen für die Knaller am Wochenende.

  2. Holla, da geht ja jemand richtig mit. Deutschland gegen Spanien würde ich schon gern sehen. Was ich nicht hätte sehen wollen, wäre Portugal gegen Paraguay gewesen. Das hätte bei mir Lähmungserscheinungen auslösen können.

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