Griechenland – Nigeria 2:1

Vorbericht

  • Wieder sind die Griechen nach 2008 der heißeste Anwärter auf den goldenen gesenkten Daumen, den „Die will schon ab dem zweiten Spiel keiner mehr sehen“-Publikumspreis. Otto Rehhagel plant erneut, seine Kritiker und vor allem seine Mannschaft mit einer ausgefeilten Taktik zu überraschen. Wie das genau geschehen soll, kann ich allerdings beim besten Willen nicht sagen. Aber ich denke, der alte Dickkopf wird es stur durchziehen und am Ende die griechische Journaille anmeckern, weil sie kulturlose Banausen sind und keine einzelne Seite der Werke von Goethe, Schiller oder Schopenhauer auswendig rezitieren können.
  • Nachdem der Südafrikaner gerade seine Tröte auswringen muss, stellt sich durchaus die Frage, welcher afrikanischen Mannschaft bei dieser WM noch eine furiose Rolle zukommen könnte. Mich haben die Nigerianer in ihrem Auftaktspiel gegen das MessiAs durchaus beeindrucken können. Der ersten Einschätzung nach ein guter Torwart im Kasten, ein Mittelfeld mit Zug nach vorne und im Sturm mit den bundesligaerfahrenen Chinedu Obasi und Obafemi Martins – die wissen, wo das Tornetz hängt.
  • Wer erraten kann, auf welcher Seite meine Sympathien liegen, kann folgenden Preis gewinnen: mein tief empfundenes Lob dafür, das er/sie dieses WM-Tagebuch aufmerksam verfolgt. In dem Zusammenhang mein tief gebeugt eingesprungener Knicks an die bisher 7 Leute, die mein bescheidenes Werk beflattrt haben.

Nachbericht

  • Ach, der Afrikaner und sein ungezügeltes Temperament. Man könnte verzweifeln. All die von Trainer Lagerbäck geleiteten Seminare im Knäckebrotkauen, Elchkuhniederstarren und Blutdruckmessen helfen doch nichts, wenn sich der Kaita mit einem strunzdummen Tritt vom Platz manövriert. Und das nach einer 1:0 Führung.
  • Ein Mann mehr auf dem Platz, Rückstand, Verunsicherung beim Gegner – da hat selbst der Grieche keine Gründe mehr, es sich hinten gemütlich zu machen und so stürmt er halt nach vorne. Natürlich kriegt der Nigerianer es nicht hin, mal ein Ergebnis über die Zeit zu schaukeln. Ausgleich kurz vor der Halbzeitpause, dann gibt Torwart Enyeama den Oliver Kahn vom Finale 2002, das war’s. Dumm gelaufen, vor allem weil Obasi bei einem Konter das leere Tor nicht trifft.
  • Poschi (der glaube ich nur noch die nominellen Krötenspiele belabern darf) redet von einem deutlichen Sieg der Griechen. Bei einem 2:1 gegen 10 Mann? Egal. Ich hätte jetzt aber doch lieber die Südkoreaner im Achtelfinale.
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4 Gedanken zu “Griechenland – Nigeria 2:1

  1. ich schätze mal ganz dreist bei den afrikaner 😀

    aber von griechenland bin ich enttäuscht. bei der ganzen kohle die die bekommen haben, hätte mehr drin sein müssen.

    aber da sieht man wieder mal: geld schießt keine tore. arm sein hilft aber anscheinend auch nicht!

  2. Pingback: eikman.net » WM 2010 – Tag 7

  3. Pingback: Nigeria – Frankreich « Das unfassbar kompetenzfreie WM-Tagebuch

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