Südafrika – Uruguay 0:3

Vorbericht

  • Auftakt zur zweiten Runde mit dem Gastgeber. Mittlerweile durfte jeder mal mit dem Ball am Fuß vortanzen und wenn ich ein Casting in meinem Kopf veranstalten würde, bräuchte so mancher gar nicht erst auf einen Recall zu hoffen. Hier meine subjektiv ausgewählte Liste von Nationen, die jetzt aber wirklich mal den Hintern hochbekommen sollten (oder um es heidiklumesk zu sagen,  Leben in die Handtasche performen sollten): Frankreich, Griechenland, England, Algerien, Slowenien, Australien, Serbien, Ghana, Kamerun (KAMERUN!), Italien, Slowakei, Elfenbeinküste und Portugal. Weshalb der Uruguayer nicht auf der Liste steht? Ich kann dessen Leistung noch nicht einschätzen:  ich glaube, der hat sich vom Franzosen runterreißen lassen.
  • Südafrika hat als einzige afrikanische Nation ein Tor aus dem Spiel heraus erzielt, das ist schon mal eine Leistung. Gerne erinnern wir uns an den Schützen Tshabalala (den ich aber weiterhin Shalalishalala nennen werde) mit seinem satten Kracher oben ins Toreck. Damals, als wir noch dachten, pro Spiel könnten zwei Tore im Schnitt fallen. Hinten allerdings kreist bei der Bafana Bafana stellenweise die Deckungslücke, da könnte man eine Herde Elefanten reinstellen und es gäbe immer noch Platz für einen Abschluss. Könnte eine reizvolle Ausgangssituation werden.
  • Ich komme mir ein bisschen vor wie der verzweifelte Fernsehkommentator, der die Zuschauer mit Durchhalteparolen unbedingt am Ausschalten hindern will: aber ich habe wirklich die Hoffnung, dass nun etwas mehr Risiko auf den Platz kommt und die Angst vor einem Ausscheiden die Beinmuskulatur in Vorwärtsbewegung setzt.  Gerade dem Gastgeber müsste klar sein, dass jetzt Punkte aufs Konto müssen. Weiß der liebe Herrgott, wie der Franzose im letzten Spiel drauf sein wird. Ich bin mir sicher, das weiß er selbst noch nicht.

Nachbericht

  • Hochverdienter Sieg der Uruguayer. Wenn ich es nicht besser gewusst hätte, man hätte mich ernsthaft überzeugen müssen, dass Südafrika die Heimmannschaft war. Der überraschende Spielzug zum 1:0 in der Partie gegen Mexiko hat so manches spielerische Defizit großflächig überdeckt. Nach diesem (nach bisherigen Maßstäben bei dieser Endrunde) Kantersieg der Urus dürfte für den Gastgeber das Turnier so gut wie gelaufen sein.
  • Forlan und Suarez machten vorne den Unterschied, letzterer wirkte selbst mit Watte im Mund bissiger als die gesamte Landesvertretung der Vuvuzela-Fans. Eindrucksvoller als beim Einschlag des Elfmeters ist die Volkströte wohl noch nie verstummt.
  • Einen Trost möchte ich dem Verlierer der Partie noch auf den Weg geben. Ihr habt den Einwechselspieler mit dem seine Rolle am trefflichsten beschreibenden Namen in euren Reihen: Surprise Moriri. Oder wie mein Bruder sagte: den hatten seine Eltern wohl nicht erwartet. Und jetzt alle: Always look on the bright of life…
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2 Gedanken zu “Südafrika – Uruguay 0:3

  1. Danke für all die Lacher…genial die Stelle mit „Eindrucksvoller als beim Einschlag des Elfmeters ist die Volkströte wohl noch nie verstummt.“

    Stark!

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