Tag 25: Weltmeister aufgrund schlecht justierter Torlatte; Tonbeweis statt Videobeweis

ITA – FRA 6:4 n.E.

[Vorbericht]

– FINALE. OH-OO-OO-OH. FINALE. Leider ohne uns. Wir sind halt so gute Gastgeber, dass wir uns mit dem dritten Platz begnügen und die Bürde des Championats einer anderen Nation überlassen. 2010 in Südafrika wird das natürlich anders, da gibt’s kein Scusi und kein Pardon.

– Möge das bessere Team gewinnen. Und wenn beide schlecht sind, halt Frankreich. Bitte kein taktisches Ballgeschiebe, bis schließlich im Elfmeterschießen die beiden Torhüter gegeneinander antreten müssen. So will ich das nicht enden sehen.

– Mir wäre ein frühes Tor recht. Durch die Franzosen. Andersrum wäre wohl schnell die Spannung weg. Ich will sehen, wie die Italiener mit Mann und Maus nach vorne stürmen, wie brandgefährliche Flanken in den Strafraum geschlagen werden, wie Barthez die Bälle abwehrt, dass es jedem Verfasser von Torwartlehrbüchern die Tränen in die Augenwinkel treibt. Im Gegenzug brandgefährliche Konter, Eins-zu-Eins-Situationen, dramatische Rettungsaktionen. Okay, so wird es nicht laufen, aber träumen wird man doch noch dürfen.

– Wie wäre es mit diesem Verlauf?
Spielstand 2:2, 121. Minute:

Eigentor durch Grosso (als kleine Strafe für den herausgeholten Elfmeter gegen Australien und den Treffer gegen uns).
Bei meinem Glück läuft es aber eher so:

Spielstand 0:0, 2. Minute:

Barthez legt sich bei dem Versuch, den Ball zuerst mit dem Kopf zu stoppen, um ihn dann im Nachfassen zu kontrollieren, die Kugel selbst ins Netz.

[Nachbericht]

– Italien ist Weltmeister. Als fairer Sportsmann gratuliere ich natürlich. Doch es grollt ein wenig Ärger in mir.

– Ärger #1: ich habe die ersten 30 Minuten verpasst. Weil ich Idiot dachte, es ginge wie gewohnt um 21:00 Uhr los und mit meinem Bruder US-Serien geguckt habe. Als ich um 20:30 Uhr meinte, dass ich mir jetzt genüsslich die Vorberichterstattung ansehen wolle, bekam ich ein fieses Grinsen und die Worte „Du, das Spiel läuft schon längst“ als Antwort. Es gibt Tage, da scheint das Schicksal als Einzelkind ein durchaus angenehmes.

– Ärger #2: entsprechend habe ich die „turbulente“ Anfangsphase inklusive des dreist-lässigen Elfmeters und des Ausgleichs verpasst. Kaum war ich dabei, wurde es langweilig. Grmbl.

– Ärger #3: scheinbar werden Fußballspiele jetzt schon durch gezielte Beleidigungsansprache entschieden. Dieser Materazzi muss heimlich das tödliche Schimpfwort erfunden haben, das gegnerische Spieler selbst in WM-Finalen zum Ausrasten bringt. Ein einfacher Glatzenwitz kann den Aussetzer von Zidane jedenfalls nicht ausgelöst haben. Dennoch darf sich Zizou derartiges freilich nicht leisten. Zumindest nicht so offensichtlich. Meine Forderung: Tonbeweis statt Videobeweis! Damit der Zuschauer auch etwas davon hat.

– Ärger #4: sorry, liebe Italiener, aber auf meiner Gefühlsskala steht ihr als würdiger Champion noch unterhalb von Griechenland anno 2004. Die spielten auch unattraktiv, waren dafür jedoch wenigstens Außenseiter und Underdog. Ist es nicht eine Tragik in sich, dass die Deutschen pünktlich zur WM dem Rumpel- und Ergebnisfußball abschwören und just dieser dann von den Italienern zur Perfektion getrieben wird und ihnen den Weltmeistertitel einbringt?

– Ärger #5: ein Schuss an die Latte entscheidet über den Gewinner eines vierwöchigen Turniers. Und eben jener hat während des Spiels kaum etwas für den Erfolg investiert. Kann man das nicht anders lösen? Handicap für die unattraktiver spielende Mannschaft beim Elfmeterschießen? Publikumsbefragung? Spontane Spielerfrauenschönheitsbewertung?

[Epilog]

Was soll’s. Vorbei ist vorbei. Immerhin sind die Deutschen gegen den Weltmeister rausgeflogen und haben insgesamt einen guten Ball gespielt. Es war eine schöne Zeit, die man so schnell nicht vergessen wird und wenn mich die Sehnsucht packt, werde ich sicherlich nochmals in diesen Einträgen blättern. In dem Zusammenhang meinen aufrichtigen Dank an alle, die hier regelmäßig reingeschaut haben. Ich hoffe, dass das Lesen ab und an für einen kleinen Schmunzler verantwortlich war. Wir lesen uns spätestens bei der EM 2008 wieder.

Advertisements

Tag 24: Trizeweltmeister

GER – POR 3:1

[Vorbericht]

– Heute ist wieder WM. Der Kampf um Platz 3. Das Spiel um die goldene Ananas. Ich könnte die Zugriffe auf diesen Blog wahnsinnig steigern, wenn ich hier und jetzt erklärte, woher dieser Begriff seinen Ursprung hat. Aber trotz längerer, hingebungsvoller Suche habe ich wirklich keinen blassen Schimmer.

Wahrscheinlich erforscht jede neue Fußballfan-Generation diese Frage, gibt aber nach kurzer Zeit auf, weil es kontraproduktiv ist, Energie in die Suche nach etwas zu stecken, was am Ende eh keinen interessiert. Ein Teufelskreis. Dafür weiß ich nun, dass man in Polen eine solche Partie ein „Petersilien-Spiel“ nennen würde. Immerhin.

– Bei unseren Kickern sind ja mittlerweile Zustände ausgebrochen wie bei Brückentagen in deutschen Arbeitsstuben. Kaum einer da, der arbeiten will, viele plötzlich verletzt (Ballack, Mertesacker, Friedrich), die Ärzte schreiben verdächtig großzügig krank und der Rest nimmt sich Urlaub (Lehmann). Ich will gar nicht wissen, was sich am Ende bei Portugal auf den Rasen schleppt.

– Und zum Schluss der heutigen kleinen Vorberichterstattung eine Aufgabe an die Fußballexperten:

Nennen Sie Teilnehmer, Endergebnis und Torschützen der letzten vier Spiele um Platz 3.

Ich halte mich da besser raus und wünsche dem Rest viel Spaß beim Ärgern der vermeintlichen Alleswisser. Kleiner Tipp: seit 1982 gab es nie weniger als drei Tore und insgesamt 26 Tore in 6 Begegnungen. Na, ihr Netzerjünger da draußen, jetzt muss aber der Groschen langsam gefallen sein. Oder?

[Nachbericht]

Sieg! Wir sind Trizeweltmeister! Oder wie auch immer die offizielle Bezeichnung für den Gewinner des Spiels um Platz 3 lautet.

– Eine offen geführte, sehr attraktive Partie (vielleicht mit Ausnahme des Beginns der zweiten Spielhälfte) fernab von taktischen Zwängen und Sicherheitsballschiebereien. Mit erstaunlich vielen Freistößen aus guter Position, diversen Torwartparaden und angenehmer Lockerheit. Vielleicht sollte man für die nächste Endrunde alle Mannschaften vorab damit konfrontieren, dass sie nicht mehr Weltmeister werden können. Wer dann die schönste Begegnung abliefert, darf ins Finale. Nur so als Vorschlag zur Förderung des attraktiven Fußballs.

– Was nehmen wir aus dem Spiel mit? Erstens: wir haben einen Großen geschlagen (immerhin den Vize-Europameister). Ohne Elfmeterschießen. Zweitens, und da schließt sich der Kreis zum Eröffnungsspiel: keep on fearing ze power of the german weitschuss! Danke, Swine’s Tiger.

– Ich hoffe doch sehr, dass Kloses 5 Treffer für die Torschützenkanone reichen. Podolski ist bekanntlich offiziell der beste junge Spieler und wenn es einen Publikumsantipathie-Preis geben sollte, hätte ich auch schon einen Kandidaten: spielt bei Portugal und gibt selbst im letzten Spiel alles in der Rolle des klassischen Fallobstes. Es ist eine Kunst, das auch konsequent durchzuziehen, insofern: Respekt für Cristiano Ronaldo.

Tag 23: …aber es ist spannend

POR – FRA 0:1

[Vorbericht]

– Mahlzeit allerseits. Na, heute schon wieder gemeckert und mürrisch gewesen? Auch verzweifelt nach Möglichkeiten gesucht, die Italiener als unverdiente Sieger zu brandmarken? Wer hat denen überhaupt den Weg zum gegnerischen Strafraum gezeigt? Hätten die mal schön die 120 Minuten nur hinten gestanden und dann diese gemeinen Tore erzielt, alles wäre in Ordnung gewesen. Was hätten wir auf ihnen herumtrampeln können. Auf nichts kann man sich mehr verlassen.

– Einen Trost und eine Motivation für heute Abend habe ich aber doch. Wer das Spiel gewinnt, wird Weltmeister. Da lege ich mich jetzt schon fest. Der Grund für diese Einsicht? Fabio Grosso, der Torschütze von gestern. Wir und die Australier erinnern uns: das war der feine Herr, der im Achtelfinale so gekonnt über einen Socceroo gestolpert ist und den Elfmeter wenige Sekunden vor Schluss herausholte. Der Mann der ganz späten und ganz schmerzlichen Tore also. Karma lässt sich derartiges auf Dauer nicht gefallen (wer es nicht glaubt, sollte mal „My Name Is Earl“ gucken). Zur Strafe darf Signor Grosso folglich in der 121. Minute des Finales eine harmlose Hereingabe ins eigene Netz befördern.

– Frankreich oder Portugal? Die einen haben die bräsigen Brasilianer, die anderen die käsigen Holländer rausgeworfen. Und die Engländer. Leichter Punktvorteil für Luis Figos Mannen auf meiner Sympathieskala also. Die armen Franzosen haben allerdings ein Handicap: die müssen das Elfmeterschießen verhindern, weil Barthez bestimmt jeden reinlässt und Ricardo keinen. Der alte Mann Zidane hätte es auch verdient. Okay, allez les bleus.

[Nachbericht]

– Félicitations. Frankreich steht im Finale. Damit wird es keinen Neuzugang im Weltmeister-Club geben. Mit Scolari und Deco sind auch die letzten Brasilianer draußen. Kein tolles Spiel, aber alleine wegen der peinlichen Schwalbereien von Ronaldo ein verdienter Sieg für die Franzosen.

– Am Samstag spielen unsere Jungs also gegen Portugal. Wahrscheinlich deren B-Elf. Das erinnert mich doch an eine kleine Rechnung, die wir mit denen offen haben. EM 2004, letztes Spiel der Vorrunde, werfe ich als Stichwort in die Runde. Schön, dass die DFB-Elf zum Schluss noch einen Makel beseitigen kann.

– Es ist noch früh, aber ich küre bereits jetzt den unnötigsten Halbsatz dieser WM. Er folgt meist, nachdem der Kommentator die schwache Qualität der Partie eingesteht und lautet:

…aber es ist spannend.

Alle Spiele ab dem Achtelfinale sind spannend, so lange es unentschieden steht. Weil noch nicht fest steht, wer rausfliegt. Genau so gut könnte ich darauf hinweisen, dass jede Mannschaft auch bei dieser WM mit einem Torwart antritt.

– Spannend wird auch das Finale, da bin ich mir sicher. Solange Fabien Barthez im Tor der l’équipe tricolore steht, darf sich der Zuschauer schon jetzt wieder auf lustige Paraden und irre Ausflüge im Strafraum freuen.

Tag 22: Frings-Drama; Scheisso Grosso

GER – ITA 0:2

[Vorbericht]

– Das Spiel hat noch nicht begonnen und schon schlägt mir der blanke Hass entgegen.

Nicht etwa von meinem Stammitaliener, sondern den teutonischen Freunden und Bekannten. Ich muss mir anhören:

„Deine blöden FIFA-Juristenkollegen haben uns den Frings weggesperrt“.
Nein, der darf nur nicht mitspielen. Außerhalb des Platzes ist er ein freier Mann.

„Der ist doch von den Argentiniern provoziert worden“.
Bestimmt, aber trotzdem darf er nicht hauen.

„Der hat nicht gehauen, das war nur ein Schutzreflex“
Sicher, ich strecke auch immer die Faust von mir, um mich zu schützen.

„Diese Italiener müssen ja eine Riesenangst vor uns haben. Nur weil die bei der EM 2004 auch einen Spieler nachträglich gesperrt bekamen, meinen die jetzt, sich bei uns einmischen zu müssen“.
An dieser Stelle kehrt wieder Friede, Freude und Konsens ein. Denn der Totti hatte 2004 den Poulsen angespuckt. Und Poulsen ist ein Schalker, die Vereinszugehörigkeit also ein strafschärfendes Tatbestandsmerkmal. Da sind wir uns einig, sowas ist ein ganz besonders schlimmes Vergehen und mit Sperren allein eigentlich nicht wieder gut zu machen.

Schließlich sind wir überzeugt: die Deutschen hauen die Italiener jetzt erst recht weg.

– Deutschland gegen Italien bei einer WM. Da habe ich noch eine Jugendsünde zu beichten. Es war 1982, der erste Schultag nach dem Endspiel, das die Italiener bekanntlich mit 3:1 für sich entscheiden konnten. Unser Lehrer saß vorne am Pult und meinte sinngemäß: „tja, die Italiener feiern jetzt wohl noch, aber für uns ist wieder Alltag“. Aus den hinteren Bankreihen raunt es „Elende [derbe Umschreibung für Menschen, die hastig ein italienisches Nationalgericht verschlingen], elende“.

Stille.

„WER HAT DAS GESAGT?“, schallt es von vorne.

Schweigen. Der Übeltäter sollte unerkannt und unermittelt bleiben.

Jetzt, 24 Jahre später, kann ich es ja gestehen. Lieber Herr Pfister, falls Sie das lesen: ich war’s. Das Wort hatte mir übrigens mein Bruder beigebracht und war mächtig stolz darauf. Ich dachte mir, ich mache jetzt vor dem Halbfinale mal besser reinen Tisch, damit mir der Fußballgott nicht zürnt. Als Dank erwarte ich nur, dass der Buffon heute mal einen Ball reinlässt. Und der Lehmann wie gewohnt keinen.

[Nachbericht, bedröppelter]

– Ich mach’s kurz:
Grosso scheisso.
Glückwunsch Italien.
Danke Deutschland.

Tag 21: Rooney’s kicking home, he’s kicking home; der letzte Zaubertrick Brasiliens

ENG – POR 1:3 n.E.

[Vorbericht]

– Die Engländer sind ja immer noch im Turnier. Langsam ist es aber mal gut. The new heirs of rumble football, die neuen Erben des Rumpelfußballs. Die müssen wir heimlich beim 0:1 damals in Wembley angesteckt haben. Als wir danach gegen große Gegner keine Erfolge mehr erzielen konnten. Aber das ist seit gestern ja Geschichte. Fragt Maradona (den ich leider, leider in den letzten Stunden nirgendwo gesehen habe).

– Portugal gegen Deutschland im Finale. Hätte ich nix dagegen. Haben die bisher schon was gewonnen bei Welt- und Europameisterschaften? Spontan würde ich das verneinen wollen. Heuer wird es zwar leider wieder nichts geben, aber Vizeweltmeister ist doch auch ein schöner Titel für den Briefkopf.

[Nachbericht]

– ENGLAND’S COMING HOME, IT’S COOOMING HOME, IT’S COMING HOME, IT’S COMING. Ach, wie schade. Dass Beckham und Rooney schon draußen waren und nicht dabei helfen konnten, Elfmeter zu verschießen. Testfrage: wer hat als einziger Engländer getroffen? Na? Der Hargreaves. Das hat er in der Bundesliga gelernt.

– Das Bild vom heulenden Beckham (nach seiner Auswechslung) entschädigt schon ein wenig dafür, dass Maradona noch zu keiner öffentlichen Flennerei zu bewegen war. Vorbildlich: Rooney, der bissige kleine Gemächttreter, weiß schon in jungen Jahren, wie man England am sichersten von Triumphen fernhält. Gut gemacht, Pitbully.

BRA – FRA 0:1

[Vorbericht]

– Finale 1998, 3:0 für Frankreich, zwei Kopfballtore von Zinedine Zidane. Bei dem Gedanken allein verliert Roberto Carlos schon mindestens 2 Bar Luftdruck aus den Oberschenkeln. Ich glaube, die Franzosen sind derzeit so unvorhersehbar, dass ihnen alles zuzutrauen ist. Solange nicht zu viele Bälle auf das Tor von Barthez kommen. Am besten sicherheitshalber gar keine.

– Die Franzosen würde ich schon gerne in einem Halbfinale gegen Portugal sehen. Dann heißt es Vorhang auf für The Beauty & The Beast, Luis Figo & Frank Ribery.

Okay, das war jetzt gemein. Der Ribery spielt eine richtig klasse Weltmeisterschaft, meinen Respekt dafür. Und der Luis ist gar nicht so schön. Aber Beckham kotzt ja mittlerweile seine Metrosexualität auf den Platz, da muss man nach Alternativen für den Thron suchen.

[Nachbericht]

– Die Brasilianer sind draußen. Die Ballzauberer. Die Götter. Ich bin immer noch ein wenig baff. Nicht so sehr über das Ob, sondern über das Wie des Ausscheidens. Wollten die den größten Fußballtrick aller Zeiten aufführen und ein Spiel gewinnen, ohne auf’s Tor des Gegners zu schießen? Wir warteten doch alle auf die große Fußballmagie, stattdessen betrat Ronaldinho die Bühne, grinste sich ins Hasenzähnchen und präsentierte anstelle der berauschenden Zaubershow nur einen Zylinder. Wobei er obendrein auch noch vergaß, vorher ein Kaninchen reinzustecken. Erschütternd unspektakulär.

– Die Franzosen hingegen bestimmten das Spiel. Eigentlich unfassbar. Die Nachkommen von Asterix und Obelix sind weiter. Und Methusalix Zidane musste nicht mal zum Zaubertrankfläschchen greifen. Weil die Brasilianer so uneffektiv waren wie die Römer bei ihren gesammelten Angriffen auf das Heimatdorf der Gallier. Als Saarländer fände ich ein Finale Deutschland-Frankreich natürlich reizvoll. Vielleicht verirrt sich dann mal ein Reporter von ARD oder ZDF hierher und fragt mich um kompetenzfreien Rat.