Tag 11: Schweizer Nati; Rentner Pfister; Allah im Kampf um Punkte

TOG – SUI 0:2

[Vorbericht]

– Ich zitiere mal zwanglos aus Wikipedia.de:

„Die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft, kurz Nati („Natzi“ ausgesprochen), hatte in ihrer Geschichte viele Höhen und Tiefen.“

Moment. Was? „Natzi“? Hoffentlich liest das der Ahmadinedschad nicht. Der kommt doch noch vorbei. Ich ruf schnell den Schäuble an, dass er Wikipedia für die Zeit der WM sperren lässt. So geht’s ja nun wirklich nicht.
– Die Togoer haben immerhin schon ein Tor bei dieser WM geschossen. Leider weiß man denen nicht so genau, ob die nicht nach dem nächsten Treffer einfach einpacken und aus Protest nach Hause fahren. Ich bin nicht vollkommen regelkundig, aber angenommen, im Falle eines Abbruchs bekäme der Gegner einen 3:0-Sieg gutgeschrieben. Wenn Togo dann zum letzten Spiel gegen Frankreich nicht mehr antritt, sind die Franzosen im Achtelfinale! Muss ich gleich mal Monsieur Domenech informieren, der freut sich sicher nach dem Grottenkick seiner Mannschaft gestern.

[Nachbericht]
– Der Fußballverband von Togo atmet auf: die Verhandlungen über die Spielerprämien für das Erreichen des Achtelfinales werden nun ein Klacks. Ein wenig schade ist es schon, schließlich haben die Togoer ein paar richtig schöne Spielzüge auf’s Feld gezaubert. Aber letzten Endes muss der Ball ins Tor und zwar idealerweise einmal mehr als der Gegner das geschafft hat.

– Ich bin natürlich stolz auf jeden deutschen Trainer bei dieser WM, aber Otto Pfister ist nun wirklich nicht so telegen, dass man ihn ständig im Bild sehen müsste. Erinnert mich von Mimik und Gestik ein wenig an einen Rentner im Unterhemd, der aus dem Fenster lehnt und grundlos vorbeigehende Passanten anmault.

– Eindeutiger Gewinner in Sachen Trendyness: Koebi Kuhn mit seiner endgenialen HipHop-Mütze über dem spärlichen Haupthaar. It’s cool, man.

KSA – UKR 0:4

[Vorbericht]

– Allah im Kampf um Punkte, die zweite. Diesmal gegen die Ukrainer, bei denen die Klitschko-Brüder weiterhin beeindruckender sind als der gesammelte Sturm. Nachdem die Nummer mit den Blinis gegen die Spanier gescheitert ist, sollen sie diesmal ihre üble Backmischung täuschungshalber in Milchschnitten-Verpackungen eingetütet haben. Vielleicht klappt es ja diesmal.

[Nachbericht]

– Drei Tore nach 46 Minuten und ich habe sie alle verpasst. So richtig angestrengt haben sich die Saudis wohl nicht; die Ukrainer übrigens genauso wenig. Aber dafür 4 Tore geschossen. Das macht den feinen Unterschied.

ESP – TUN 3:1

[Vorbericht]

– Schon wieder Allah, diesmal aber in noch aussichtsloserer Situation. Bevor ich jetzt Zeilen schreibe, die eventuell Muslime erzürnen, suche ich mir ein Feindbild, auf das wir uns alle religionsübergreifend einigen können: James Blunt, die alte Heulboje. Wer von „You’re Beautiful“ nicht genug bekommen kann, darf hier die Parodie von Weird Al Yankovic herunterladen – „You’re Pitiful“. Mit Dank an das PCX-Forum.

[Nachbericht]

– Fast hätte ich gedacht, dass Religionszugehörigkeit doch ein Erfolgsfaktor bei dieser Endrunde sein kann und Tunesien heute gewinnt, um mich Ungläubigen zu strafen. Ich wollte schon sicherheitshalber den lieben Herrgott daran erinnern, dass wir Papst sind, um damit für uns mindestens das Halbfinale klar zu machen.

– Aber Spaß beiseite: die Tunesier muss man loben, dass sie als vermeintlicher Außenseiter ganz keck gegen den Favoriten ein Tor erzielt haben. So sah man wunderschön, dass auch technisch gute Mannschaften ihre Probleme bekommen, den Ball an einer leidenschaftlich kämpfenden Abwehr ins Tor zu bugsieren. Hätte ich um der Spannung willen gerne öfter gesehen.

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